Fangen wir von vorne an. Sobald ein Motor überhitzt, muss ein Ingenieur zunächst feststellen, woher die Wärme kommt. Die Hauptkomponenten des motorischen Systems sind die Ziele der Untersuchung. Daher müssen wir die möglichen Überhitzungsorte oder die Orte, an denen Überhitzung gemessen wurde, verstehen. Dazu gehören:
1. Übermäßige Temperatur des Motorgehäuses;
2. Zu hohe Wellentemperatur;
3. Übermäßige Temperatur in der Nähe der Dichtungen;
4. ÜbermäßigLagerTemperatur.
Bezüglich derLagerHervorzuheben ist der Ort der Temperaturmessung. Als Motorlagertemperatur bezeichnen wir üblicherweise die Temperatur des Außenrings des Motorlagers. Bei der Motorenfertigung können Thermometer eingebettet werden, und die eingebettete Position sollte so nah wie möglich am Außenring des Motorlagers liegen. Dadurch wird sichergestellt, dass die gemessenen Daten näher an der erforderlichen Motorlagertemperatur liegen.
In der technischen Praxis betrachten Motoreningenieure die Nenntemperatur der Motorisolation oft fälschlicherweise als Lagertemperatur.
Beispielsweise fragte jemand einmal nach der Isolierung der Klasse B, in der Hoffnung, Lager auf der Grundlage einer Temperatur von 120 Grad Celsius auszuwählen. Das ist unvernünftig. Denn die Temperatur der Motorisolationsklasse bezieht sich auf die Temperatur der Motorwicklung. Die Wicklungsisolierung muss bei dieser Temperatur ihre Isolationswirkung aufrechterhalten. Nachdem sich die Wicklung jedoch erwärmt hat, wird die Wärme durch den Enddeckel oder die Welle des Motorgehäuses zu den Lagern geleitet und die Wärme wird abgeleitet, sodass die Temperatur deutlich niedriger ist. Daher kann diese Temperatur nicht zur Festlegung von Anforderungen an die Lager herangezogen werden.
Die Messung der Überhitzung von Motorlagern wird auch von der Umgebung beeinflusst. Derselbe Motor weist unter derselben Last unterschiedliche Temperaturen bei unterschiedlichen Umgebungstemperaturen auf. Wenn also ein Motor an einem Standort mit wärmerer Umgebungstemperatur unter denselben Betriebsbedingungen eine höhere Temperatur aufweist als ein Motor an einem Standort mit kälterer Umgebungstemperatur, bedeutet dies nicht unbedingt, dass ein Problem mit dem Motor vorliegt. Ein weiteres Beispiel: In Indien verlangen Motorenhersteller häufig Hochtemperaturfett als Standardschmierstoff; Ihre Anfrage steht im Einklang mit den örtlichen Gegebenheiten. Wenn Ihr Motor jedoch in eine nördliche Region exportiert wird, muss der Schmierstoff angepasst werden.
Ein ähnlicher Fall ereignete sich in China. Ein chinesischer Motorenhersteller produzierte Motoren für Schneepflüge für Russland, und in Russland kam es zu weit verbreiteten Lagerausbrennproblemen. Im Wesentlichen lag das Problem daran, dass der Einfluss der Umgebungstemperatur auf den Schmierbedarf nicht berücksichtigt wurde. Das Fett sorgte bei niedrigen Temperaturen nicht für eine ausreichende Schmierung, sondern wirkte sich nachteilig aus und führte zu unzureichender Schmierung und Lagerausfällen. Das Lager zeigte vor dem Ausfall Anzeichen von Überhitzung und Verbrennung. Dies geschah jedoch sehr schnell und blieb von den Ingenieuren vor Ort unbemerkt, so dass keine Zeit blieb, das Problem zu beheben. Dies ist ein typischer Fall von Lagerüberhitzung und Durchbrennen in einer Umgebung mit „niedrigen Temperaturen“.
Daher ist vor der Erörterung der Überhitzung von Motorlagern ein umfassender Ansatz erforderlich, wie in der obigen Mindmap dargestellt. In der Anfangsphase der Lösungsfindung können viele irrelevante Informationen herausgefiltert werden, was eine schnellere Analyse ermöglicht. Daher ist die erste Einschätzung entscheidend. Je detaillierter der Eliminierungsprozess wird, desto weniger effizient ist er.